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Knotig veränderte und/oder vergrößerte Schilddrüse (Struma nodosa)
Bösartige Geschwülste der Schilddrüse (Maligne Tumoren, Carcinome)
Knotig veränderte und/oder vergrößerte Schilddrüse (Struma nodosa)
Schilddrüsenknoten werden nach
- k a l t (funktionslos)
- w a r m (funktionsbeteiligt) und
- h e i s s (überfunktionierend)
unterschieden.
Sog. k a l t e Schilddrüsenknoten sind szintigraphisch minderspeichernd (hypofunktionell).
Zufällig entdeckte Schilddrüsen-Knoten können bösartigen Tumoren entsprechen, insbesondere, wenn nachgewiesene Herde im Ultraschall echoarme Binnenstrukturen mit unscharfer Randbegrenzung oder zentrale Verkalkungen und einen Durchmesser von mehr als einen Zentimeter aufweisen.
Sie sind durch eine ultraschall-gezielte Feinnadelpunktion und mikroskopische (zytologische) Untersuchung des Punktatmaterials abzuklären, ein Schilddrüsen-Krebs muss ausgeschlossen werden.
Die ultraschall-gezielte Feinnadelpunktion ist für Sie als Patient/in die größtmögliche Sicherheit, bei bestehender knotiger Schilddrüsenstruktur eine bösartige Geschwulst auszuschließen.
Bösartige Geschwülste der Schilddrüse (Maligne Tumoren, Carcinome)
Bösartige Tumore sind selten.
In Deutschland erkranken pro Jahr circa vier Personen auf 100.000 Einwohner.
Neunzig Prozent der bösartigen Tumore gehen von den Schilddrüsenzellen (Thyreozyten) oder den Zellen, die zwischen den Schilddrüsenzellen liegen (Parafollikuläre C-Zellen) aus.
Die differenzierten, von Thyreozyten ausgehenden Geschwülste werden in follikuläre und papilläre Carcinome unterteilt.
Das papilläre Carcinom ist mit zweiundsechzig Prozent häufiger als das follikuläre Carcinom mit neunundzwanzig Prozent.
Die Häufigkeit des C-Zell-Carcinoms liegt bei circa sieben Prozent, die des undifferenzierten sog. Anaplastischen Carcinoms bei circa zwei Prozent.
Befunde, die für eine bösartige Schilddrüsen-Geschwulst sprechen:
- Rasches Knotenwachstum
- Neuer oder bestehender Knoten
- Einzelknoten mit Wachstum in sonst unauffälliger oder vergrößerter Schilddrüse
- Lebensalter
- Kinder und Jugendliche jünger als 14 Jahre
- Erwachsene über 60 Jahre
- Derber Tastbefund
- Mangelhafte oder fehlende Schluckverschieblichkeit
- Halslymphknotenschwellungen
Im Verdachtsfalle ist eine sofortige Untersuchung angezeigt.
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